Sri Lanka – Anaradhapura

Königsstadt und Hauptstadt der Insel und des singhalesichen Reiches vom 3.JH vor Chr bis zum Jahr 1017 nach Chr. Die Stadt war Regierungssitz von 119 Königen. Die ehemalige Fläche der Residenz betrug etwa 40 qkm. Im 3. Jh nach Chr hatte die Stadt 120TEW, zu dieser Zeit wurde ein Bewässerungssystem mit 16 Stauseen angelegt um die Landschaft und die Menschen zu versorgen. Der größte Stausee mit 1868 ha war der Mineriya Wewa See.  Zerstört wurde die Stadt von den südindischen Tamilen. Danach geriet Anaradhapura ins Abseits. Übrig geblieben sind die sakralen Steinbauen wie Tempel und Dagobas. Viele Bauten/Grundrisse von Bauten liegen noch unter der Erde, das ist nach wie vor die beste Konservierung. Die Briten entdeckten die Stadt im Jahre 1820, danach wurde zaghaft mit den Ausgrabungen begonnen. Die moderne Stadt mit mehr als 70TEW liegt neben dem parkähnlichen Ruinenfeld in einem neuen Stadtteil. Anaradhapura ist seit 1982 Weltkulturerbe.

Lohaprasada oder  Lovamakapaya

Hier geht es um den eisernen Palast der ursprünglich 9 Stockwerke hatte, das Dach war mit broncenen oder kupfernen Schindeln gedeckt, jedes Stockwerk hatte etwa 100 prunkvoll eingerichtete Räume. Übrig geblieben von diesem Prachtbau sind heute noch 1600 Pfeiler die das erste Stockwerk getragen haben.

Das Eingansbild zeigt die Silhuoette von Anaradhapura aus einer Entfernung von gut 20 km am anderen Ende des Mineriya Wewa See’s.

Der SRI MAHA BODI -BAUM, ein Feigenbaum auch ficus religiosa genannt wurde aus einem Zweig des Originalbaumes unter dem Buddha seine Erleuchtung fand im Jahr 244 vor Chr. nach Anaradhapura gebracht und gepflanzt. Der Baum war das spirituelle und geographische Zentrum der alten Stadt. Der Baum lebt nach ca. 2200 Jahren dank intensiver Pflege immer noch.

Diese mächtige Buddhafigur steht im ersten Tempel hinter dem Feigenbaum. Die Geste der Erdberührung hat eventuell mit dem Bodi-Baum zutun, die Erde wird als Zeugin angerufen zu bestätigen, dass der Feigenbaum als Zweig vom Originalbaum gewachsen ist.

Ruvanweliseya auch Mahathuba Dagoba genannt Strahlend weiße Dagoba 107/110 m hoch mit einem Sockel von 91,5 m Durchmesser, umrahmt oder umgeben von einer Elefantenwand. Auf der vasenförmigen Spitze ist ein Bergkristall plaziert, gestiftet von Burma. In der Anlage sind auf dem Sockel sind Schreine, Versammlungsräume und Wasserbecken angelegt. Der Bau wurde auf die Zeit von 161 bis 137 vor Chr datiert. Das Bauende war kurz nach dem Tod des auftraggebenden Königs Gamini. Den Bau dieser Dagoba bezahlte der König alleine, er wollte oder er hat verkündet, dass mit sogenannten Ziegelspenden der Mönche der Einfluß oder die Ansprüche der Mönche nicht gewünscht sind und so gar nicht entstehen. Das hatte zur Folge, dass sich die Mönchsgemeinschaft unter Protest entfernte. Der König ließ eine Reliquienkammer mit Utensilien von Buddha, verbunden mit großen Mengen an Edelsteinen einrichten. Zugang zu dieser Kammer hatten nur Priester. Diese Kammer gibt es heute noch, niemand weiß aber an welcher Stelle der Schatz verborgen liegt.

Jltavanarama Dagoba Es ist landesweit die größte Stupa, unter König Mahasena in den Jahren 270/274 bis 303 n. Chr erbaut, die ursprüngliche Höhe betrug 120 m, heute nach den Restaurierungen beträgt die Höhe 71 m, der Sockel auf dem die Stupa steht hat einen Durchmesser von 112 m. Das Gebäude wird unter der Aufsicht der Unesco heute noch restauriert. Die Stupa wurde Ende des 9. Jh zerstört, mit der ersten Restaurierung im 12.Jh erreichte die Dagoba die heutige Form und die heute noch bestehenden Maße.

Mondstein, ein halbkreisförmiger flacher Stein, verziehrt im ersten Kreis mit Elefanten und Pferden bescheibt die unterste Stufe des Lebens mit den Grundübeln Unglück, Krankheit, Alter und Tod, kurz gesagt die immer wiederkehrende Spirale von Tod und Wiedergeburt. Der Kreis mit den Gänsen zeigt den Aufbruch zum Weg der Erkenntnis. In der Mitte die Lotusblüte, Symbol der Reinheit des Buddhas oder des Nirwanas, was im Buddhismus die vollkommene Erlösung/Erleuchtung bedeutet. Mondsteine sind oft am Eingang zu sakralen Gebäuden plaziert, ein Literat merkte an, die Steine seien die schönsten Fußmatten der Welt.

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