Pyrene – Heuneburg

Am Oberlauf der Donau bei Hundersingen liegt die Keltensiedlung Heuneburg mit ihren Wallanlagen und Grabhügeln, der älteste namentlich genannte Ort Mitteleuropas oder nördlich der Alpen, von den Kelten Pyrene genannt. So ist die Vermutung, die Lage der Stadt Pyrene ist wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt, meint nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Die Donau wurde damals „ISTROS“ genannt und war schiffbar bis ins schwarze Meer. Pyrene als Macht- und Handelszentrum hatte Verbindungen zu ganz Europa.

Das Eingansbild wurde vom Wehrgang zur Donau hin aufgenommen, wobei die Schafherde die heutige landschaftliche Pflege übernimmt.

Wichtig zu wissen ist auch, dass in der Nähe von Unlingen die Archäologen drei keltische Grabhügel  aus der Hallstadtzeit 8. bis 5. JH. vor Christus entdeckt haben. Das bronzene Reiterfügrchen gilt als sensationellen Fund auss dem Zentralgrab. Weitere keltiscche Siedlungen werden auf dem Bussen vermutet.

Bereits in der Bronzezeit ca. 1600 – 1100 vor Christus bestand die Heuneburg als Wehrsiedlung, in der Zeit um 650 vor Christus war die Stadt bereits ein Siedlungszentrum der Kelten mit einem Fürstensitz. In dieser Zeit standen die Kelten an der Schwelle zur Hochkultur, es war die Blütezeit. In Pyrene lebten in dieser genannten Blütezeit etwa 5000 Menschen, soviel wie damals Athen als antike Metropole Einwohner hatte. Es gibt noch etwa 80 jungfräuliche Grabhügel um die heutige Rekonstruktion der Anlage, viel Arbeit liegt vor den Archäologen, das sprichwörtliche archäologische Welterbe an das Tageslicht zu bringen.

Das Herrenhaus der Anlage, der Sitz des Fürsten mit einer stabilen Dachkonstruktion, reed gedeckt, heute ein perfektes Info-Center für die Besucher der Anlage. Nicht vergessen werden sollen die zwei nachgebauten Lehmöfen innerhalb des Hauses, die aufgrund von Platzmangel für eine Sonderausstellung zwischenzeitlich entfernt wurden.

Das heutige Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen der Häuser und Wehrgänge wurden original nach der damaligen mediterranen Bauweise erbaut, meint auf einen Kalksteinsockel (unterster Bildrand des Wehrganges kaum sichtbares Grau) wurden luftgetrocknete Lehmziegel (weiß gestrichene Wand des Bildes) aufgesetzt.

Ein silbernes, handgetriebenes Schmuckstück für einen Pferdekopf das gleichzeitig auch als Schutzschild wahr genommen werden kann. Ein Zeugnis der Macht des Fürsten.

Neben dem Herrenhaus gab es Handwerkerviertel in denen u.a. Metallobjekte aus Gold, Silber, Bronze, Kupfer und Eisen im Kokillenguß nicht nur für den Eigenbedarf hergestellt wurden, es wurde europaweit gehandelt. Im Gegenzug bestätigen die Ausgrabungen Funde von Geschirr aus Griechenland, italienischen Schmuck, französische Weinamphoren und Bernstein aus den Ostseegebieten,

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