Elsass – ohne Wein, Flammkuchen und Fachwerkbauten

Der Hatmannsweilerkopf – Vieil Armand war im ersten Weltkrieg besonders bis zum Jahr 1915 bitter und hart umkämpft, ab 1916 gab es überwiegend Artillerieduelle zwischen den Deutschen die den vorgelagerten Berg unbedingt halten wollten und den Franzosen die ihre Operationen in Richtung Colmar ungestört fort führen wollten.

Die Gedenkstätte auch Monument der Nation genannt besteht aus einem französischen Soldatenfriedhof, der massiven sichtbaren Gedenkstätte und einer in den Untergrund erbauten Krypta mit katholischen, evangelischen und jüdischen Altären. Soldaten anderer Nationen wurden auf anderen Soldatenfriedhöfen bestattet. So blieben die Franzosen unter sich. Siehe Eingansbild.

Albert Schweitzer wurde am 14.01.1875 in der ehemaligen freien Reichstadt Kayserberg geboren, die schulische Ausbildung hat er im Gymnasium in Mühlhausen mit dem Abitur abgeschlossen. Danach studierte Schweitzer evangelische Theologie und später Medizin, im Jahr 1913 gründete er das Tropenkrankenhaus in Lambarene, das heute im Staatsgebiet von Gabun liegt. Den Friedensnobelpreis erhielt Albert Schweitzer im Jahr 1952, am 04.09.1965 Starb er in Lambarene.

Ettore Bugatti, 1881 – 1947 war Automobilkonstrukteur und produzierte mit seinem Sohn in von 1909 bis 1963 die berühmten und legendären und teilweise weltberühmten Autos in Molsheim. Zwischen 1911 und 1945 wurden in Molsheim 24 Motoren entwickelt, 4 bis 16 Zylinder mit 1,4 - 4,7 Liter Hubraum. Dr. Gerlinger richtete im Jahr 1946 ein Museum ein das im Hause der Künste untergebracht war, seit 1985 sind die Exponate in Kartäuserkloster zu sehen. Es handelt sich um Patente, Motorentwicklungen und Einzelteile von Automobilen und von persönlichen Gegenständen. Die heute noch fahrbaren PKW's und Rennwagen von Bugatti werden in der Sammlung der Gebr. Schlumpf in Mulhouse/Alsace präsentiert.

In jeder Tür zum Zelleneingang der Kartause in Molsheim ist ein Ziehrbuchstaben über der Tür angebracht. Die Zelle mit dem Buchstaben „S“ ist original eingerichtet und entspricht dem Zustand aus dem Jahr 1744. Zu jeder Zelle gehörte ein kleiner Garten den der Mönch selbst anlegte und pflegte, schließlich lieferte der Garten die Mahlzeiten. Die Mönche waren Einsiedler die sich als Zeichen der Demut alle zwei Monate in einer besonders eingerichteten Rasierstube den Kopf rasieren ließen, natürlich ohne sich zu unterhalten. Heute gibt es weltweit noch 22 Katäuserklöster mit 386 Personen, davon sind 6 Klöster den Frauen mit insgesamt 69 Schwestern vorbehalten.

Das damalige Kriegsgebiet 1914 - 1918 am Lingekopf und das heutige Museum liegen auf einer Passhöhe von 987 m ü.n.N.in den Vogesen. Präsentiert werden französische und deutsche Uniformen und Kriegsobjekte aus dem ersten Weltkrieg. Blutige, verlustreiche Kämpfe zwischen den Parteien die zwischen Juli und Oktober 2015 mit extremer Gewalt geführt wurde brachten als Ergebnis zwischen 14 -17000 tote Soldaten, ohne dass eine Seite/Partei davon einen Vorteil gehabt hätte. Auslöser der Kämpfe war die deutsche Absicht den Vormarsch der französischen Truppen in Richtung Colmar zu stoppen. Französische Gebirgsjäger versuchten vergeblich den Höhenzug zu stürmen. In den letzten Kriegsjahren verlegten sich die Aktivitäten der Akteure in Richtung Hartmannsweilerkopf. Museum und Gelände werden von den Franzosen als „Historisches Denkmal“ eingestuft oder bezeichnet.

Am Hartmannsweilerkopf - Vieil Armand wurden von beiden Kreigsgegnern ca. 6000 Stollen und Unterstände und 90 km Schützengräben gebaut. Nach Ende des ersten Weltkrieges wurden ca. 30000 Tote beider Nationen gezählt. Der im Bild gezeigte Unterstand war gleichzeitig Beobachtungsposten.

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